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Damen-Oberliga – knapper Sieg gegen Hiltrup sichert die Tabellenführung

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mit voller Konzentration zum Siegpunkt, Tabea Brockmeier

Nach dem souveränen Auftakt gegen Bergneustadt wollte die 1. Damen im nächsten Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Hiltrup natürlich nachlegen. Wir rechneten uns hier auch gute Chancen aus, schienen wir doch an allen Positionen besser besetzt als der Gegner zu sein.

Im oberen Paarkreuz stellte Hiltrup mit Antonia Rewer und Melanie Meredig zwei bekannte Spielerinnen auf, gegen die wir uns schon mehrmals duellierten. Und gleich im ersten Spiel war zu erkennen, dass Meredig einen richtig guten Tag erwischt hatte. Sina hatte Schwierigkeiten mit dem Rückhand-Topspin lastigen Spiel ihrer Gegnerin und kam nur im dritten Satz so richtig in die Partie und Hiltrup ging erst einmal mit 1:0 in Führung, die Tabea aber kurz darauf durch ein hart umkämpftes 3:1 gegen Rewer egalisieren konnte. Im unteren Paarkreuz stolperte Nina Seibt bei ihrem Debüt im TTCM-Dress nur kurz im zweiten Satz, hatte danach aber ihr Spiel souverän im Griff und stellte auf 2:1. Kristin war im ersten Satz superstark und gewann ihn zu 3, ehe ihre Gegnerin Starp auf einmal ins Spiel kam, Kristin fehleranfälliger wurde, aber Starp auch immer wieder starke Bälle spielte. So fand man sich im Entscheidungssatz wieder, den Kristin bis 10:6 dominierte, dann fielen die nächsten beiden Bälle aber nicht, es folgte ein Aufschlagfehler und es blieb nur noch ein Matchball. Aufschlag Kristin und Starp erkannte die Finte im Aufschlag zum Glück nicht und es folgte ein Rückschlagfehler. Puh, das war knapp, aber Punkt ist Punkt und die 3:1 Führung.
Und Sina durfte gegen Antonia Rewer an den Tisch. Schon seit C-Schülerinnen Zeiten ein attraktives Spiel, das von vielen tollen Ballwechseln geprägt ist. Wie immer zwischen den beiden ging es hin und her und am Ende hatte Sina die besseren Karten für sich und brachte uns durch ihr 3:1 mit 4:1 in Führung. Konnte Tabea jetzt gegen Meredig die Vorentscheidung schaffen? Im ersten Satz behielt Meredig in der Verlängerung knapp die Oberhand, danach hatte Tabea das Spiel aber im Griff, gewann Satz zwei deutlich und führte auch schnell mit 7:3 in Satz 3. Aber Meredig, auch wie so oft, bekam einen Lauf, traf Ball um Ball und Tabea wurde einen Tick zu passiv. So klaute die Hiltruperin den Satz, doch Tabea kämpfte sich zurück und behielt in Satz 4 knapp die Oberhand. Im Entscheidungssatz ging es dann hin und her, doch in der entscheidenden Phase bekam Meredig wieder einen Lauf und holte so auch den zweiten Punkt für den Gast. Kristin baute dann die Führung durch ein sicheres 3:0 schnell wieder auf den Drei-Punkte Vorsprung aus und auch Nina kam gegen die unangenehm zu spielende Starp gut ins Spiel. Doch dann ging Satz 2 knapp verloren und bei Nina riss ein wenig der Faden und sie fand nicht mehr ins Spiel. Damit verkürzte Hiltrup erneut.
Dennoch sollten wir die zwei noch verbliebenden Punkte holen können. Und Kristin machte sich gleich dran, den ersten zu holen. Mit einer 2:1 Führung im Rücken lief es dann aber im vierten Satz gegen Rewer nicht so gut. Doch nachdem Kristin bei 6:10 vier Satzbälle abwehrte und sich Matchball Nummer 1 erspielte, war der Sieg zum Greifen nahe, zumal Sina nach einem komplizierten ersten Satz schon auf 6:3 gestellt hatte. Bei 11:10 spielte Kristin dann einen tollen Ball und Rewer wollte eigentlich schon das Spiel beenden, hielt aber im Weggehen noch den Schläger hin, brachte Druck auf den Ball und machte den Punkt. Unfassbar bitterer Punkt, da dann auch noch der Satz wegging. Und im Entscheidungssatz fielen auch einige Bälle für Kristin unglücklich, sodass es am Ende 9:11 gegen Kristin stand. Wirklich schade, da Kristin ein richtig gutes Spiel machte. Damit also 4:6 und noch zwei Optionen auf den wichtigen siebten Punkt. Doch auf einmal stand es in beiden Partien 0:2. Sowohl Tabea gegen Starp als auch Nina gegen Meredig fanden nicht ins Spiel. Sollten wir tatsächlich einen Punkt verlieren in einem Spiel, in dem wir die ganze Zeit geführt hatten? Doch anders als gegen Bergneustadt schaffte Tabea es sich neu zu sammeln. Damit behielt Zuschauer Stefan Siekmann Recht, der prognostizierte „Tabea gewinnt das letzte Spiel nur, wenn es noch für die Mannschaft entscheidend ist!“ Und so kam es dann auch. Mit Fokus auf das Spiel und ohne Negativität schaffte Tabea schnell den Satzausgleich und es war sicherlich auch ein psychologischer Vorteil, dass Nina sich auch ins Spiel zurückkämpfte, ganz stark gegen Meredig, die nächsten beiden Sätze gewann und so noch immer neben Tabea spielte. Für Tabea immer wichtig, dass sie nicht ganz alleine spielt. So ging es zweimal in den Entscheidungssatz. Als Tabea sich zu Beginn nicht sofort absetzen konnte, kamen noch einmal leichte Zweifel auf, doch nun war Tabea mental total stabil, hatte den „Kopfkrieg“ (Zitat Nils Speckmeier) gegen sich selbst gewonnen und holte mit einem 11:8 den so wichtigen siebten Punkt. Am Nebentisch wurde Nina für die richtig gute Leistung gegen Meredig leider nicht belohnt, sodass wir letztendlich 7:5 gewannen.

Punkte für den TTCM: Tiemann (2), Brockmeier (2), König (2), Seibt (1)

Fazit: Das nennt man dann wohl einen „dreckigen Sieg“. Erheblich schwieriger als gedacht, war diese Partie gegen Hiltrup, die sich erneut als für uns äußerst unangenehmen Gegner herausstellen. Wenn wir aber einmal drei Jahre zurückschauen, da haben wir gegen Hiltrup in einem der ersten Spiele Unentschieden gespielt, was dann auf lange Zeit der letzte Verlustpunkt in dieser Saison war. Wir haben uns also schon immer schwergetan und Hiltrup hatte mit Melanie Meredig einfach die überragende Spielerin an diesem Tag in der Halle. Zum Glück war es dann doch unsere mannschaftliche Geschlossenheit, die uns den Sieg brachte. Damit bleiben wir verlustpunktfrei und sehen in zwei Wochen dem Spiel gegen Annen mit frohem Mut entgegen.